Sie sind hier: Turnierdienst 

Tierärztliche Versorgung von Pferdeleistungsschauen und Turnierdienst

Unsere Praxis kann die von der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) vorgeschriebene tierärztliche Versorgung von Pferdeleistungsschauen und Turnieren anbieten. Bei Interesse bitten wir sie uns frühzeitig zu kontaktieren.

§40.2 LPO, Tierärztliche Versorgung bei  Pferdeleistungsschauen (PLS)
Für die tierärztliche Versorgung kann grundsätzlich nur ein Tierarzt  eingesetzt werden, der auf einer entsprechenden Liste einer LK als Turniertierarzt geführt wird. 
Bei allen PLS ist die Anwesenheit eines Tierarztes sowie ggf. erforderlichen Hilfspersonals vorgeschrieben.

  • Durchführungsbestimmungen zu §40.2 LPO (Leistungs-Prüfungs-Ordnung)

    Bei allen PLS sowie allen LP im Gelände (Reiten und Fahren) gilt, dass grundsätzlich ein Tierarzt an allen Tagen einer PLS beziehungsweise während der gesamten Prüfung anwesend sein muss. Im Einzelfall (Ausnahme: Gelände-LP Reiten und Fahren) ist die schnellste Einsatzbereitschaft (max. 15 Minuten) möglich.
Bei Gelände –LP Reiten und fahren hat sich der Tierarzt mit der Geländestrecke vertraut zu machen.
Grundlage für die tierärztliche Versorgung ist eine schriftliche Vereinbarung zwischen Veranstalter und Tierarzt.
  • §66 Allgemeine Teilnahmebeschränkungen von Pferden
    zu LS sind nicht zugelassen bzw. zu disqualifizieren:

    6.3 Pferde, die Aufgrund ihrer Verfassung den Anforderungen offensichtlich nicht gewachsen sind, z.B. nach schwerem Sturz oder Pferde, die vor oder im Verlauf der Prüfung für lahm befunden werden.
    6.6 Pferde, die an ansteckenden Krankheiten leiden, sich in Gesundheitsbeobachtung befinden oder bösartig sind.
    6.7 Pferde, bei denen eine vorübergehende lokale Schmerzausschaltung oder Neurektomie vorgenommen wurde oder bei denen akute Veränderungen der haut bestehen.
    6.8 Pferde, denen gemäß §920.2.e eine verbotene Substanz gemäß Liste Anhang I bis III der Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln verabreicht oder an denen eine verbotene Substanz gemäß Liste Anhang I der Anti-Doping- und Medikamentenkontroll-Regeln angewendet wurde.
Die Disqualifikation erfolgt unabhängig davon, ob wegen des Verstoßes eine Ordnungsmaßnahme zu verhängen ist.
    6.10
    Pferde, die nicht gegen Influenza-Viren geimpft sind oder deren Impfungen im Equidenpass nicht ordnungsgemäß den Durchführungsbestimmungen zu §66.6.10 dokumentiert sind.
  • Durchführungsbestimmungen zu §66.6.10
    Impfschutz gegen Influenzavirusinfektionen

    Impfungen gegen Influenzavirusinfektionen sind von einem Tierarzt wie folgt durchzuführen und von diesem entsprechend, einschließlich Unterschrift und Stempel, im Equidenpass zu dokumentieren:
  •  Grundimmunisierung

Die Grundimmunisierung besteht aus drei Impfungen. Bei den ersten zwei Impfungen ist ein Abstand von maximal 28 Tagen bis höchstens 70 Tagen einzuhalten. Die dritte Impfung ist im Abstand von maximal 6 Monaten + 21 Tagen nach der zweiten Impfung durchzuführen.

  •  Wiederholungsimpfungen


Wiederholungsimpfungen sind im Abstand von maximal 6 Monaten + 21 Tagen durchzuführen.

Zusätzlich wird eine Impfung gegen Herpesvirusinfektionen empfohlen. Ordnungsgemäß durchgeführte Impfungen gegen Tetanus werden als selbstverständlich erachtet.


Weitergehende Informationen finden sie in einem im Reiterjournal Dezember 2012 erschienenen Artikel: „Kleine Spritze-große Wirkung